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Préface, Germaine Krull, 1931


Land Deutschland, Frankreich
Themenfelder Avantgarde, Fotografie und Kunst, Sozialdokumentarische Fotografie
Techniken Silbergelatineabzüge
Distributionsformen Original, Künstlerbuch
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Das Buch Études de nu der deutschen Fotografin und Autorin Germaine Krull ist 1931 im Pariser Verlag Librairie des arts décoratifs erschienen. Das Album enthält 24 lose Blätter mit weiblichen Aktaufnahmen. In dem programmatischen Vorwort geht es um die politische Verantwortung des Fotografen die Geschehnisse der Welt bildlich festzuhalten.

1897 Geboren am 20. November in Wilda, Posen (ehemals Ostpreußen). Wächst in Italien, Frankreich, Schweiz und Österreich auf.
1915 Studium an der Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie in München. Bekanntschaft mit Künstlern und Intellektuellen (Rainer Maria Rilke, Ernst Toller, Stefan Zweig)
1917–1918 Eröffnet Fotostudio „Luise Germaine Krull“ in München. Freundschaft mit Friedrich Pollock und Max Horckheimer
1918–1921 Porträtiert Kurt Eisner. Durch Beziehungen zu Spartakisten und KPD-Anhänger Samuel Levit wird sie mehrmals verhaftet. Reist mit S. Levit in die UdSSR und arbeitet in Fotoarchiven
1922–1925 Alleinige Rückkehr nach Berlin. Fotostudio zusammen mit Kurt Hübschmann. Serie von Aktaufnahmen entsteht. Umzug mit Joris Ivens nach Holland. Fotografiert dort Industrieanlagen und Häfen
1926–1941 Wohnsitz in Paris. Modefotografien und eigenes Atelier mit Luigi Diaz. Teilnahme an erster Unabhängigkeitsausstellung Moderner Fotografie im Théâtre des Champs-Elysées. Ihr Buch Métal findet große Beachtung. Publikation von Études Nu und Le Valois. Schließt ihre ersten Memoiren Chien-fou ab
1941–1942 Reise nach Brasilien, wo ihre Werke ausgestellt werden. Unterstützung durch Charles de Gaulles und die France Libre
1943 Ausstellung in Brazzaville (Kongo) im Namen der France Libre. Organisation des Photodienstes zur Informationsvermittlung für die französische Befreiungsarmee. Arbeit mit Jean Cocteau und François Villiers an dem Film Amitié noire
1944 Arbeitet in Algier für das Office française d’information cinématographique. Fotografiert die Befreiung von Paris. Reist als eine der ersten Kriegskorrespondentinnen nach Ceylon. Verfasst Kriegsmemoiren Ceux de Brazzaville
1946–1970 Wohnsitz in Bangkok. Teilbesitz und Leitung des Hotels Oriental
1967 Eröffnung der ersten Retrospektive in Paris in Zusammenarbeit mit André Malraux
1970 Wohnsitz in Indien. Beendet Memoiren La vie mène la danse
1985 Stirbt am 31. Juli in Wetzlar, Deutschland

Bibliographie

  • Germaine Krull: 100 x Paris, Berlin-Westend 1929.

  • Germaine Krull: La route Paris-Biarritz, Paris 1931.
  • Germaine Krull: Marseille, Paris 1935.
  • Germaine Krull: Bangkok. Siam’s city of angels, London 1964.
  • Germaine Krull: Tibetans in India, Bombay 1968.
  • Germaine Krull: La vita conduce la danza, Florenz 1992.
  • Germaine Krull: Dorothea Melchers: Tales from Siam, London 1966.
  • Métal. Folioausgabe mit 64 losen Bildtafeln im Lichtdruckverfahren hergestellt, Text von Florent Fels; Librairie des Arts Décoratifs, Paris 1927–1928; Neuauflage als Faksimile; hg. von Ann und Jürgen Wilde, Zülpich 2003.
  • La vie mène la danse, Autobiographie établie par Françoise Denoyelle à la suite de ses entretiens, Paris 2015
  • Route de Paris à la Méditerranée (zus. mit Paul Morand), Paris 1931

Sekundärliteratur und Kataloge

  • Pierre Mac Orlan: Germaine Krull: Photographes Nouveaux, Paris 1931
  • Germaine Krull: Fotografien 1922–1966, Köln 1977 Kim Sichel: Germaine Krull. Avantgarde als Abenteuer. Leben und Werk der Photographin, München 1999.
  • Germaine Krull (1897-1985). Un destin de photographe, Paris 2015 (Katalog zur Ausstellung im Jeu de Paume: http://www.jeudepaume.org/index.php?page=article&idArt=2208)
Transkriptionen: Sonstige:

Germaine Krull

Étude de Nu, Silbergelatine, 1928, courtesy of Museum Folkwang, Essen... Zum Abbildungsverzeichnis

Germaine Krull

Aktstudie, Silbergelatine, undatiert (1927 – 1930), courtesy of Museum Folkwang, Essen... Zum Abbildungsverzeichnis

Germaine Krull

Aktstudie, Silbergelatine, undatiert (1927 – 1930), courtesy of Museum Folkwang, Essen... Zum Abbildungsverzeichnis

Germaine Krull

Aktstudie, Silbergelatine, undatiert (1927 – 1930), courtesy of Museum Folkwang, Essen... Zum Abbildungsverzeichnis